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Paris, Frankreich — eine aussergewöhnliche Gründung

Eine Geburt in einer Zeit der Unruhe und Unsicherheit ...

Das politische und soziale Klima in Frankreich war 1847 alles andere als günstig für religiöse Ordensgemeinschaften. Trotz eines Dekretes, das den Betrieb weiterer religiöser Gemeinschaften verbot, begrüsste der Erzbischof von Paris, Monseigneur Affre, ein Freund von Marie Madeleine und Unterstützer der Treuen Gefährtinnen Jesu, die Schwestern in seiner Erzdiözese herzlich.

Monseigneur Affre.

Es war keine plötzliche Eingebung, die Marie Madeleine nach Paris führte. Sie hatte sich schon einige Zeit mit dieser Idee befasst. Ein Haus in der Hauptstadt würde die Gelegenheit geben, für die Armen zu arbeiten, ein Absteigequartier für sie selbst und ihre Schwestern bei ihren häufigen Reisen und ein geeigneteres administratives Zentrum für die Gemeinschaft bedeuten. Des weiteren könnte sie es zu ihrem Wohnort machen, wenn sie nicht andere Häuser besuchte.

Es war im Januar 1848, als Marie Madeleine die Pariser Liegenschaft kaufte und politische Spannungen brodelten. Die Unruhen der nachfolgenden Monate endeten in jenem Sommer in einer Revolution. Es gab gewaltsame Konflikte auf der Strasse, viele Tote und viel Leid. Im Juli verlor Monseigneur Affre sein Leben, als er in einem heroischen Versuch Frieden zu den Barrikaden bringen wollte. Marie Madeleine schrieb Von Zeit zu Zeit, wenn das Bedürfnis am grössten ist, gibt Gott uns einen Beschützer, dann nimmt er ihn uns wieder weg und lässt uns wieder ohne menschliche Unterstützung. Monseigneur war unsere Stütze in Paris.

 Paris.In den Monaten, die der Sommer-Revolution folgten, blieb Marie Madeleine in Paris, um für die Kinder mit den grössten Bedürfnissen zu sorgen. Sie wusch und kleidete sie und gab ihnen zu Essen. Jenen, die ihr rieten, sich wegen ihres Alters und ihrer schlechten Gesundheit zu schonen, gab sie diese typische Antwort: Wir sollten nicht als Damen zum Zeitvertreib diese Arbeit machen, sondern wie die Armen für den eigenen Lebensunterhalt. Da sie das Leben einer Dame kannte, konnte sie den Unterschied einschätzen!

Während den ganzen politischen Unruhen arbeiteten die Schwestern für die Armen im Distrikt. Schliesslich wurde eine Schule mit einem administrativen Zentrum und einem Noviziat errichtet. Das Haus wurde Marie Madeleines Domizil und sie lebte dort zwischen ihren Besuchen in den anderen Häusern in Frankreich, Italien (Savoyen), der Schweiz, Irland und England.

Das Pariser Haus wurde inmitten grosser, politischer Unruhen und Unsicherheiten geboren und Marie Madeleine ermunterte ihre Schwestern immer, diesem Haus eine besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Sie starb hier am 5. April 1858.

Bis heute ist das Zimmer, in dem sie starb, ein Ort des Gebetes und der Wallfahrt. Neben dem Zimmer befindet sich ein kleines Museum mit kostbaren Gegenständen zu ihrem Andenken.

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Dies sind einige Bilder des Zimmers, in dem Marie Madeleine starb:

Photos of Marie Madeleine's room.

More Photos of her room.

Wenn man von Issoudun nach Bourges reist, kommt man normalerweise (aber nicht zwangsläufig) über die Auronbrücke in die Stadt. Die Statue “Notre Dame du Pont”, die in Marie Madeleines Zimmer in Paris aufbewahrt wird, hat ihren Namen von dieser Brücke (siehe unten rechts). Ursprünglich stand sie in einer Nische dieser Brücke. Sie war von M de Bengy vor der Schändung gerettet worden und er gab sie um ca. 1827/8 Mère Legrand, worauf sie nach Châteauroux gebracht wurde. Dort sah sie Mère de Courville um 1830/1 weinen. Seither gelangte sie von Châteauroux nach Turin, Carouge und schliesslich 1850 nach Paris.

 

Diaschau der Andenken in unserem Pariser Museum.

 

Lasst uns unseren Herrn bitten, uns den Geist der Gemeinschaft Jesus zu geben.
          Es ist Gottes Wille, dass wir diesen Geist haben sollen,
                   denn er gab uns die Satzungen.     (Marie Madeleine)